Angebote

Stresscoaching und Burnoutprävention


Sie  rennen jedem und allem hinterher, sind ständig auf Trab und haben das für Sie wirklich Wichtige aus dem Blick verloren. Nicht Sie reiten das Pferd, sondern das Pferd reitet Sie. Sich selber sind Sie dabei abhanden gekommen und für die Menschen in Ihrem Umfeld werden Sie zunehmend zu einer Belastung. Gelassenheit ist für Sie ein Fremdwort und Sie befürchten, dass Sie in einem Burnout landen, wenn sich nicht bald etwas ändert.

In einem Stresscoaching verschaffen Sie sich zuerst einmal  Orientierung darüber, wo Sie überhaupt stehen. Eine Landkarte vor sich zu haben und eine Standortbestimmung sind erste wichtige Schritte zur Burnoutprävention.

Stress und Burnout haben eine äussere und eine innere Seite. Die äussere Seite bilden die äusseren Faktoren, die zu Druck führen, die sogenannten Stressoren. Die innere Seite ist der persönliche Umgang mit dem äusseren Druck. Das sind die sogenannten Stressverstärker.

Die äussere Seite des Stressgeschehens

Auf der äusseren Seite können viele Faktoren eine Rolle spielen: Zunehmende Geschwindigkeit von betrieblichen Abläufen und von Veränderungs- und Umstrukturierungsprozessen, eine zu grosse Diskrepanz zwischen Erwartungen und Ressourcen, dauernde Störungen und Unterbrechungen, organisatorische Doppelspurigkeiten, unklare Abläufe und Zuständigkeiten, fehlende Anerkennung, Wertschätzung oder Unterstützung, Konflikte mit Vorgesetzten, Mitarbeitern oder Kollegen sowie Demotivation durch übertriebene Formalisierung und Standardisierung von Abläufen und Inhalten.

Dazu kommt die allgemeine Unsicherheit (Politik, Wirtschaft, Finanzen, Macht, Migration, Klima und Umwelt), die uns als Individuen herausfordert, die es aber auch für Unternehmen enorm erschwert, vorausschauend zu handeln.

Zu den äusseren Faktoren kommen nicht selten auch noch persönliche Belastungen wie Krankheit, Alter oder Geldsorgen oder familiäre Spannungen (Partner/in, Kinder, Eltern, Verwandte).

Die innere Seite des Stressgeschehens

Diese äusseren Faktoren stossen auf eine innere Seite: Wie gehe ich persönlich mit diesen äusseren Faktoren um? Welches sind meine Verhaltensmuster, Antreiber, Glaubenssätze und Ängste? Mit welchen Automatismen und Einstellungen mache ich es mir selber zusätzlich schwer?

Es geht um meist schon in der  Kindheit erlernte Muster, wie wir mit Stress umgehen, z.B. es allen recht machen zu wollen oder Perfektionismus. Je stärker der äussere Druck, desto heftiger wirken diese inneren Muster. Wir funktionieren dann im Überlebensmodus, im Autopilot und sind primär von unserem Reptilienhirn getrieben.

Druck ist aber nicht gleich Druck: Ein kleines Ausmass an äusserem Druck überfordert den einen, währenddem das gleiche Ausmass den anderen stimuliert und es ungleich mehr braucht, bis er an seine Grenzen kommt. Entscheidend ist oft, wie gut wir in der Lage sind, unsere Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, zu äussern und dafür einzustehen. Viele haben Angst, nein zu sagen und sich abzugrenzen. Wer es immer allen recht machen will, übergeht zwangsläufig seine eigenen Bedürfnisse und Grenzen.

Dazu bin ich möglicherweise in einer Position oder Stelle, wo ich mich im Grunde schon lange wie im falschen Film fühle. Aus Sicherheitsdenken oder Angst vor Veränderungen habe ich es aber bisher nicht gewagt, mir die Frage zu stellen, ob ich da, wo ich bin, wirklich hingehöre. Zunehmender äusserer Druck, allenfalls noch verbunden mit einer Reorganisation oder einem Chefwechsel können dann Auslöser für eine Krise sein: Die vermeintliche Sicherheit ist dahin.

Aus all diesen äusseren und inneren Faktoren bildet sich ein ganz individueller Mix, den wir in einem Stresscoaching und bei der Burnoutprophylaxe angehen.

Stressfördernde Muster und Einstellungen

Zuerst konzentriert sich die Burnoutprävention meist auf die innere Seite, also die unbewussten Verhaltensmuster, Antreiber, Einstellungen, Programme und Glaubenssätze. Es gilt, sich seiner hinderlichen Einstellungen überhaupt erstmal bewusst zu werden.

Dann geht es im Stresscoaching darum, einen inneren Lernprozess in Gang zu setzen, mit dem die problematischen Einstellungen durch positive Einstellungen ersetzt werden. Oft waren problematische Einstellungen früher sinnvolle Überlebensstrategien. Mittlerweile sind sie aber zu einem Korsett geworden.

Handeln gegen Aussen stärkt das Selbstbewusstsein

Parallel dazu geht es im Stresscoaching um ein Handeln gegen aussen: Lernen, sich abzugrenzen, nein zu sagen und für sich und seine Überzeugungen, Ideen und Grenzen einzustehen, Unterstützung zu holen und Aufgaben zu delegieren, sind deshalb zentrale Themen in einem Stresscoaching und bei der Burnoutprophylaxe.

Das bedingt eine Auseinandersetzung mit den Ängsten, welche dieses klare Handeln und das Einstehen für sich selber bisher verhindert haben. Es geht in einem Stresscoaching und der Burnoutprävention um die Einsicht, dass wir selber verantwortlich sind für unser Leben und dass „es niemand für uns richtet“. Das kann bedeuten, dass jemand aufgrund eines Stresscoachings den Schritt wagt, eine ihn krankmachende Umgebung zu verlassen und sich eine neue Aufgabe sucht.

Meist geht es bei einem Stresscoaching auch darum, das eigene Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein zu stärken. Wenn der Prozess vom Stress in Richtung Burnout aber schon weiter fortgeschritten ist, ist es in einem Stresscoaching und bei der Burnoutprävention vordringend, dass wir uns zuerst wieder unserer Ressourcen, Stärken und Talente bewusst werden. Das führt zu einer ersten Stabilisierung, bevor eine tiefergehende Arbeit mit den inneren Programmen möglich ist.

 

Weitere Informationen: